Das Reich der Sterblichkeit und Mystik

Tretet näher… und sprecht, wenn Ihr möchtet, etwas leiser. Nicht aus Pflicht – sondern aus Respekt vor dem, was Euch hier begegnet.
Ihr steht nun vor „Preces ad Mortalitatem“ – einer Kollektion, die keine Antworten verspricht… und gerade darin eine gewisse Ruhe ausstrahlt. Das zentrale Motiv ist unverkennbar: Totenschädel, durchzogen von Anklängen religiöser Symbolik. Doch täuscht Euch nicht – hier geht es nicht um Erlösung, nicht um ein fernes Jenseits, das alles erklärt. Diese Werke stellen keine Fragen nach dem Danach.
Sie verweilen im Davor. Im Hier. Im Unausweichlichen.
„Preces ad Mortalitatem“
fühlt sich an wie ein leises, bewusstes Knien vor der Tatsache,dass alles endet.
Die Schädel wirken weder drohend noch tröstend. Sie sind einfach da. Präsenz gewordene Endlichkeit. Wenn Ihr Euch diesen Stücken nähert, so tut es ohne Hast. Vielleicht entdeckt Ihr darin keine Antworten – aber eine stille Übereinkunft. Und sollte Euch dabei ein Moment der Ruhe begegnen, den Ihr nicht ganz erklären könnt… dann verweilt ruhig darin.
Manche Dinge müssen nicht verstanden werden. Nur akzeptiert.
Mortalitas, te invoco.
Non ut fugiam, sed ut intellegam.
Da mihi finem quietum,
et cor quod transitum non timeat.
Omnia fluunt, omnia cadunt—
et in fine, silentium manet.