• Gestattet mir, Euch nun mit der Person vertraut zu machen, die hinter all diesen sonderbaren Artefakten steht… oder vielleicht sollte man sagen: die Erscheinung, die sie in diese Welt bringt.

    Seit einigen Jahren bereits lässt sich dieses Wesen aus Bayern auf den staubigen Pfaden der Mittelaltermärkte blicken – stets dort, wo sich Neugierige, Träumer und gelegentlich auch leichtsinnige Seelen versammeln. Man erkennt es jedoch nicht immer auf den ersten Blick… tatsächlich wird es ohne entsprechende Gewandung erstaunlich oft übersehen. Ein Umstand, den es entweder meisterhaft kontrolliert – oder schlicht amüsiert hinnimmt.

    Seid gewarnt: Diese Gestalt besitzt eine bemerkenswerte Eigenschaft. Worte sprudeln aus ihr hervor wie alte Geschichten aus vergessenen Zeiten – Märchen, Legenden und gelegentlich auch Erzählungen, bei denen man sich nicht ganz sicher ist, ob man sie wirklich hören wollte… oder doch noch ein wenig näher heranrücken sollte.

    Kinder, so sagt man, können hier das Fürchten lernen – allerdings auf eine Art, die sie später mit einem schiefen Grinsen weitererzählen. Gebissen wird nur selten… doch ganz ausschließen sollte man es nicht.

    Zwischen all der Dunkelheit und dem Faible für das Morbide und Seltsame zeigt sich jedoch auch eine überraschend eigenwillige Seite: Mitunter werden Enten verschenkt. Warum? Nun… manche Mysterien sind nicht dafür gemacht, vollständig entschlüsselt zu werden.

    Im Innersten vereint diese Person eine nüchterne, fast schon rationale Betrachtung der Welt mit einer stillen Offenheit gegenüber dem, was sich jenseits des Offensichtlichen verbirgt. Eine Balance, die sich auch in den geschaffenen Werken widerspiegelt – irgendwo zwischen Handwerk, Ritual und einem leisen Augenzwinkern.

    Wenn Ihr also das Glück – oder den Mut – habt, dieser Künstlerin persönlich zu begegnen, so zögert nicht. Tretet näher. Lauscht. Vielleicht nehmt Ihr nicht nur ein Objekt mit nach Hause… sondern auch eine Geschichte, die Euch noch eine ganze Weile begleiten wird.